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Die Zustellung des Bußgeldbescheids in Bußgeldverfahren wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit erlangt in der Praxis häufig deshalb Bedeutung, da der Erlass des Bußgeldbescheids und dessen Zustellung nach § 33 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 OWiG die Verfolgungsverjährung unterbricht - allerdings nur, wenn die Zustellung auch wirksam gewesen ist. Das OLG Zweibrücken hatte sich im OLG Zweibrücken, Beschl. v. 06.01.2016 - 1 OWi 1 SsBs 9/15 mit der Frage zu beschäftigen, ob die Zustellung des Bußgeldbescheids an die Sozietät in der der...

Ist jemand in einen Unfall verwickelt, stellt sich schnell die Frage: Verkehrsunfall - was tun? Nicht nur das Verhalten am Unfallort ist wichtig, sondern auch, dass der Unfallschaden so abgewickelt wird, dass der Geschädigte alle seine Schäden erstattet bekommt. Ein kurzer Ratgeber soll Ihnen helfen, sich richtig am Unfallort zu verhalten, damit Sie nach einem Verkehrsunfall auch später nicht auf dem Schaden sitzen bleiben: Beachten Sie bei einem Unfall folgendes: Fotografieren Sie die Unfallstelle und die beteiligten Fahrzeuge Fotografieren und dokumentieren...

Von zentraler Bedeutung in Strafverfahren ist häufig die Vernehmungssituation des Beschuldigten, da sich hier auch die Frage beantwortet werden muss, ob die Beschuldigtenbelehrung ordnungsgemäß war. Der Rechtsanwalt des Beschuldigten wird daher i.d.R. auch immer ein Auge darauf haben, ob die Belehrung nach § 136 StPO auch -ordnungsgemäß- erfolgt ist. Im Fall des LG Zwickau, Beschl. v. 10.08.2015 - 1 Qs 147/15- wurde der  hatte sich gegen den Halter eines Kraftfahrzeuges der Tatverdacht verdichtet. Dennoch wurde er von den Polizeibeamten nicht...

Ich hatte bereits in dem Beitrag Anwaltskosten bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall darüber informiert, dass bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall die gegnerische Versicherung als Schadensersatz auch die dem Geschädigten entstehenden Rechtsanwaltsgebühren zu erstatten hat. In dem Fall welcher dem von mir erstrittenen Urteil des AG Lörrach 18.02.2019 6 C 1185/18 zu Grunde lag, ging es ebenfalls um die Erstattung von Anwaltsgebühren nach einem Verkehrsunfall mit einer kleinen Besonderheit: Der materielle Schaden (Fahrzeugschaden) war bei der Ehefrau eingetreten, während der immaterielle Schaden...

Ich hatte bereits in dem Beitrag Haftbefehl gegen im Ausland lebenden Angeklagten über die Problematik berichtet die sich bei der damit verbundenen "Androhung" des Zwangsmittels in der ins Ausland gerichtet Ladung stellt. In diesem Zusammenhang ist nun auch die Entscheidung des OLG Karlsruhe Beschl. v. 21.09.2016 - 3 Ws 634/16 zu sehen. Eine uneingeschränkte Androhung von Zwangsmitteln ist nach Auffassung des Senats selbst dann nicht zulässig, wenn die Ladung an einen im Inland benannten Zustellungsbevollmächtigten erfolgt. Der Senat führte wie...

Heute eine weitere Entscheidung aus dem Bereich Untersuchungshaft / Haftbefehl - genauer: Zum Haftgrund der Wiederholungsgefahr nach § 112a StPO. Das OLG Frankfurt hatte sich im OLG Frankfurt, Beschluss  v. 14.09. 2016 – 1 Ws 126/16  mit der Frage zu beschäftigen, ab wann eine "die Rechtsordnung schwerwiegend beeinträchtigende Tat" i.S.d. § 112a StPO vorliegt. Bei Vermögensdelikten spielt insoweit natürlich auch immer die Höhe des eingetretenen Schadens eine Rolle. Dieser war dem OLG Frankfurt "zu gering" um den Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr...

Liegt nach einem Verkehrsunfall ein wirtschaftlicher Totalschaden vor, stellt sich die Frage, ob der Geschädigte noch eine Reparatur durchführen kann. Von einem Totalschaden wird dann ausgegangen, wenn die voraussichtlichen Reparaturkosten höher sind als der Wiederbeschaffungswert. Es ist in einigen Konstellationen dann trotzdem mögliche eine Reparatur durchzuführen, wobei die sog. "130% Grenze" dann zu beachten ist. Diese gilt auch bei einem Totalschaden an einem Fahrrad / Rennrad, wie das OLG München, Urteil v. 16.11.2018 – 10 U 1885/18 entschieden und wie...

Die Vorschrift des § 23 Abs. 1a StVO wurde zum 19.10.2017 geändert. Wurde bislang "nur" das Mobiltelefon von § 23 Abs. 1a StVO erfasst,  werden nun hingegen auch andere elektronische Geräte als das Handy erfasst. Ein elektronisches Gerät, welches der Kommunikation, Information oder Organisation dient oder zu dienen bestimmt ist darf nur benutzt werden, wenn dafür das Gerät weder aufgenommen noch gehalten wird und entweder nur eine Sprachsteuerung und Vorlesefunktion genutzt wird oder zur Bedienung und Nutzung des Gerätes nur...

Nun mal eine Entscheidung zum manipulierten Verkehrsunfall. und zwar des OLG Saarbrücken, Urteil v. 28.04.2016 – 4 U 96/15. Der Senat hatte über eine Berufung zu entscheiden. Es ging um einen Verkehrsunfall auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums, zudem sogar die Polizei hinzugezogen wurde. Das OLG sah allerdings ein besonders gewichtiges Indiz für eine Manipulation des Verkehrsunfalls darin, dass die Unfallbeteiligten befreundet waren und dies wahrheitswidrig in Abrede gestellt haben, was dem Senat ausreichte. Hier die Leitsätze der Entscheidung: 1. Gegen die Annahme...

Immer wieder kommt es bei einem Verkehrsunfallzwischen einem Radfahrer und einem Pkw zu Kopfverletzungen des Radfahrers, so dass sich die Frage stellt, ob denn eine Helmpflicht für Fahrradfahrer besteht und das Nichttragen des Fahrradhelms ein Mitverschulden des Radfahrers begründet. In diesem Zusammehang wurde bereits viel über die Entscheidung des BGH, Urteil v. 17.06.2014 – VI ZR 281/13 diskutiert, der sich u.a. auch mit der "Helmpflicht" von Radfahrern auseinandergesetzt hat. In dieser Entscheidung hatte der BGH sich damit auseinandergesetzt ob bei einem...